Seit Beginn der Corona-Zeit steht die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Inzwischen wenden sich immer mehr Schüler*innen im Alter von 10 bis 18 Jahren an uns, weil sie in der Schule oder im Freundeskreis unter Druck stehen, Mobbing erleben, mit Selbstzweifeln kämpfen oder Ängste vor der Zukunft entwickeln.
Unser Team begegnet diesen jungen Menschen mit viel Fachwissen und Herz – ob bei akuten Konflikten oder auf dem längeren Weg zurück in den Alltag.
Besonders bewegend war in diesem Jahr der Weg von Julia (damals 9 Jahre, Name geändert): Als sie 2020 das erste Mal mit ihrer Mutter kam, war sie schüchtern, zog sich immer mehr zurück und wollte die Schule am liebsten vermeiden.
Heute – nach fünf Jahren Beratung – blickt Julia stolz auf ihren erfolgreichen Schulwechsel, genießt Kunst als Lieblingsfach und hat zwei enge Freundinnen gefunden. Ihre Ängste und Selbstzweifel hat sie überwunden, ist mutig und offen für Neues. Dank zunächst wöchentlicher, dann monatlicher Termine konnte Julia nachhaltig gestärkt werden – und sagt heute selbst, wie dankbar sie ist, damals Unterstützung bekommen zu haben.
Unterstützung, die ankommt!
Solche persönlichen Entwicklungswege machen deutlich, wie wertvoll kontinuierliche Beratung ist – und wie sehr junge Menschen von Unterstützung von außen profitieren.
Dabei ist der zeitliche Umfang der Beratungen sehr unterschiedlich. Manche Schüler*innen brauchen lediglich einen konkreten Tipp im Umgang mit einem Konflikt oder einer anstehenden Entscheidung. Andere brauchen eine mehrstündige Begleitung, um ungute Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern.
Und gleichzeitig gibt es Kinder und Jugendliche, die von einer längerfristigen Beratung sehr profitieren. Sie haben wenig Strukturen vom Elternhaus erfahren und reifen durch eine lang andauernde regelmäßige Beratung quasi nach.
Doch: Eine Stunde Beratung kostet uns 70 Euro. Unsere jungen Klient*innen zahlen trotz aller Engpässe höchstens 15 Euro pro Sitzung. Damit wir weiterhin helfen können, brauchen wir finanzielle Unterstützung: Unser Defizit für dieses Jahr beträgt rund 4.000 Euro. Aktuell haben wir schon über ein Viertel des ersten Etappenziels erreicht.
Auf der Plattform GO FUND ME haben wir eine Spendenkampagne eingerichtet, auf der Spenden noch niederschwelliger möglich ist. So ermöglichen wir gezielt Beratung für Kinder und Jugendliche in Not. Über ein Viertel des Ziels ist bereits geschafft – jeder Beitrag macht einen Unterschied!
Unterstützen Sie uns und helfen Sie mit, dass Kinder wie Julia die Chance auf neue Perspektiven bekommen. Für jede kleine oder große Unterstützung sind wir sehr dankbar.
Daniela Lang, Fachliche Leitung der Christlichen Beratung Kiel
